Neugierig?

Letzte Aktualisierung am 17. September 2015 - 17:56 h

Es geht mir hier in diesem Blog auch um die 'artgerechte' Betrachtung und Haltung unserer Spezies genannt Politiker (lat. Homo sapiens politicus).

Zunächst einmal ist zu klären, wer denn nun wem gehört oder besser:
Wer ist der Chef und wer der Diener (oder gar Untertan)?

Hat der Bürger dem Politiker zu dienen oder der Politiker dem Bürger?

Der Homo sapiens politicus erscheint mir im Verhalten der gemeinen Hauskatze (lat. Felis silvestris catus) recht ähnlich zu sein.
Der Homo sapiens civis, der Bürger also, ähnelt dagegen im Verhalten wohl eher dem aufrichtigen und seinem Herrn meist treu ergebenen Hund (lat. Canis lupus familiaris).
Wenn er artgerecht und gut gehalten wird, beißt er seinen Herrn auch nicht, sondern frißt ihm aus der Hand.

Bei der Spezies der Hauskatze ist klar, wer Herr (Verzeihung: Herrin) und wer hier der Diener ist.
Wir können zwar meistens entscheiden, welche Katze in unser Haus kommt, aber es wird auch schnell klar, wer wem zu gehorchen hat: Die Katze hat sich uns nur angeschlossen, weil sie weiß, daß wir ihr zu dienen haben.

Bei der Spezies Hund (lat. Canis lupus familiaris) ist das Gegenteil zur Katze zu beobachten.
In der Regel ordnet er sich dem Menschen fast bedingungslos unter.
Der Mensch bleibt fast immer Herr . . . und der Hund der Diener.

Zwischen der Gattung Homo sapiens politicus und dem nahe Verwandten  Homo sapiens civis ist nie so recht klar geworden, wer wem zu dienen hat.
Das gilt offensichtlich auch heute noch.

In vielen Revolutionen ist der Versuch unternommen worden, den Anderen zu unterwerfen, aber das gelang immer nur kurzfristig.
Mein Glaube (ja, ich glaube auch an etwas) ist, daß wir es hier mit zwei sehr verschiedenen Spezies zu tun haben, die äußerlich kaum zu unterscheiden sind.
Obwohl beide Gattungen die Bezeichnung  Homo sapiens  tragen,
rechne ich die Unterart Politicus zu den Katzen
und die Unterart Civis zu den Hunden.
Diese Zuordnung mag ein wenig willkürlich erscheinen, weil sie der genetischen Forschung zu widersprechen scheint. Meine Einordnung beruht allerdings nicht auf rein biologische Eigenarten dieser beiden Spezies, sondern auf ihre Verhaltensweisen.

Ein Hund ist fast bedingungslos treu - schon Cäsar wußte das und Göbbels auch.
Er ordnet sich seinem Herrn bedingungslos unter.
Schon der Blick eines Hundes zeigt seine Seele - solche Augen können nicht lügen!
Schaut einmal in die Augen eines Hundes und ihr wißt, was ich meine.
Auch die Haltung seines langen Schwanzes und sein Nackenfell zeigen dir rechtzeitig seine Gemütsverfassung an, damit Du dich auch darauf einstellen kannst.
Ein bißchen dumm mag er sein, aber dafür ist der Hund in der Regel recht gutmütig.

Die Katze dagegen ist unberechenbar.
Sie streicht dir um die Beine und schnurrt wie eine Nähmaschine . . .
und Sekunden später fährt sie, nur so zum Spaß, ihre Krallen aus und zeigt dir mit ihren Schlitzaugen, wes Geistes Kind sie ist und zerkratzt dir die Hand oder den Arm . . . nur um zu spielen.
Treue zum Menschen ist ihr meist fremd.
Sie fühlt sich eher ortsgebunden, solange ihr der Mensch dienlich ist.
Sie ist schlau und verschlagen und spielt gerne lange mit ihrer Beute, bevor sie diese tötet.

Hund und Katze vertragen sich nur selten.
Obwohl der Hund oft als Jäger der Katze auftritt, das Gegenteil ist nur äußerst selten, so trügt auch hier der Schein.
Spätestens wenn der Hund die Krallen der Katze auf seiner Nase zu spüren bekommen hat, weiß man, wer hier wirklich das Sagen hat!

Und wie geht es zu im wirklichen Leben zwischen dem Homo sapiens politicus = Politiker
und dem Homo sapiens civis = Bürger?

Der gerissene Politiker macht auf Jovial und läßt sich vom (meist) braven Bürger wählen.
Aber kaum gewählt, da hat er die meisten seiner Versprechungen schon wieder vergessen und zeigt seine Krallen.
Zunächst werden die Lebensbereiche und die täglich zur Verfügung stehenden Güter "gerecht" aufgeteilt.
Der Politiker gönnt sich Diäten (für mich waren das immer Schlankmacher) und wird fett dabei. Danach überläßt er dem Bürger ausreichend Brot und Spiele (wie im alten Rom). Letztere gerne in Form der Blöd-Zeitung und Fernsehshows nach der Devise "Wie überlebe ich nackt zwischen Bäumen, Lianen und Regenwürmern im Dschungel".

Übertreibt der Politiker und hält seine Machtgelüste nicht mehr im Zaum, dann gibt es eine Revolution und das ganze Verteilungs-Spiel fängt wieder von vorne an.

Oh, ich vergaß: Es gibt da natürlich auch auf beiden Seiten gewisse Abweichungen hin zu der anderen Spezies - es gibt ja auch nicht nur schwarz oder weiß, sondern auch die verschiedensten Grautöne.
Und: Meine Einteilung der Homo sapiens in die jeweilige Kategorie Katze oder Hund ist natürlich genderneutral gemeint und auch ohne Wertaufteilung in Gut oder Böse.

So, das sollte zunächst einmal reichen.
Nehmt euch Google zu Hilfe oder auch die Wikipedia und überprüft meine Thesen . . .

Sehr lesenswert ist allerdings auch der Artikel über eine englische Politikerin in der Information-Manufaktur

Hier ist ein kurzer Auszug aus dem Artikel:
"Brot und Spiele bezeichnet auch heute noch die Strategie politischer und industrieller Machthaber, das verblödete Volk mit Wahlgeschenken und eindrucksvoll inszenierten Großereignissen von wirtschaftlichen und politischen Problemen abzulenken."

Nachtrag
Ich stelle gerade fest, daß ich eine wichtige Gruppe aus der Spezies Homo sapiens vergessen habe:
Es ist der Homo sapiens nobiles.
Früher nannte man diese Leute Kaiser, König, Graf, Baron oder gar Freiherr.
Das Wörtchen "von" oder "von und zu" stand oft vor ihrem Namen.
Heute ist diese Gruppe offiziell nicht mehr vorhanden.
So ganz kann ich das allerdings nicht glauben, wenn ich da an solch Bezeichnungen wie "Geldadel" und "Bonzen" oder "Oligarch" denke.

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